Hier der Bericht aus Washington DC, hab ich schon vor

nen paar Tagen geschrieben, jetzt aber erst Zeit gehabt ihn zu posten.
So Leute,
ich bin gerade in Chicago angekommen und sitze in der Ubahn. Leider funktioniert hier das Wifi gerade nicht. Unverschämtheit. Habe wirklich an kostenloses Internet gewöhnt: In Bussen, Flugzeugen, öffentlichen Parks, Restaurants, Cafés ... überall. Für mich als Couchsurfer ist das absolut genial, weil ich jeder Zeit einfach nen paar Couchsurfing Requests schreiben kann, ohne größere Probleme.
Aber

erstmal nen kurzer Rückblick auf Washington DC. Krasse Party das ganze: Ich bin am ... hm. Ich komme mit den Tagen nicht mehr klar. Und den Zeitzonen. Liegt Chicago eigentlich in der gleichen wie NY? Hm, unklar. Egal, ich glaube ich bin Mittwoch angekommen. Nein, das kann nicht sein, heute ist Mittwoch. Egal. In Washington bin ich bei Olga, bzw. ihren Eltern untergekommen. Olga kenne ich, weil ich sie schon zweimal in Berlin gehostet habe, das erste mal im September 2009 (wie sich herausstellte hatten wir unser Frindeversariy gerade verpasst). Ich dachte immer, dass Olga ein bisschen übertreibt, wenn sie sagt, dass das Capitol in ihrem Garten steht. Stimmt aber doch. Fast, es sind wohl so 600m Luftlinie würde ich sagen. Am ersten Abend sind Olga und ich ausgegangen. Nach einer kleinen Kneipentour, auf der wir diverse Freunde von Olga getroffen haben, sind wir dann in eine viel zu chice Latino-Bar gegangen. Ich habe mich da anfangs tierisch unwohl gefühlt, haufenweise piekfeine Latinos, dazwischen ich in Jeans und ... öhm, ich hoffe ich hatte ein Tshirt an. Ich fühlte mich aber gleich wohler, als Olga einen lustigen Mitarbeiter des House of Representatives kennenlernte, der uns von da an mit Drinks versorgt hat (was bitter nötig war, da ich mir mit meinem Bargeld von 20$ dort genau ein Bier hätte kaufen können). Stattdessen also Tequilla vom feinsten und in Strömen bis ich endlich verstand, wie Politik in Washington funktioniert. Abschließen hat der Typ (wir wissen nicht mehr wie er heißt, ich glaube es war Biff, Olga meint es wäre Jeff gewesen) uns auf Burger eingeladen. Ich hatte Burger mit Curry, grünen Chillis und dazu Süßkartoffel-Pommes mit Rosmarin-Limetten-Majo. Wirklich nicht das, was man Nachts um 3 essen sollte aber fantastisch lecker! (Ich habe mich noch nicht auf die Waage getraut, aber ich habe definitiv eine neue Speckrolle am Bauch)
Am zweiten Tag sind wir ins American Portrait and Arts

Museum gegangen. War ganz cool, Sonderausstellung zu den Präsidenten im Wandel der Zeit auf dem Titel des Time-Magazins. Danach mexikanisch gegessen und dann ein bischen ausgeruht. Um 7 war Olga mit einem ihrer Uni-Kurse (Politik in Afghanistan) im Theater verabredet und ich konnte mitkommen, um "The Great Game" zu sehen, ein Theaterstück über Afghanistan (und die militärischen Konflikte) in 3 Teilen (NY-Times war begeistert...), wir haben den letzten geschaut, Afghanistan seit 9/11. Sehr interessant vor allem, weil eine der Figuren des Stücks auf dem Bruder von Olgas Freund basiert, er ist scheinbar eine Afghanistan NGO-Legende. Nach dem Stück traf sich die Gruppe noch mit dem Produzenten, da konnte ich auch noch mit: Sehr cool mal wieder hinter einer Bühne zu sein, musste gleich wieder an "Darling, Darling Disaster" denken :D
Nach dem Stück sind wir dann noch mit zwei afghanischen Freunden von Olga tanzen gewesen. Allerdings etwas ruhiger als am Vorabend. War aber nen richtig geiler Club, in dem wir waren: Raegge-Musik mit live drumms, eine kleine Japanerin, die echt 3 Stunden am Stück getrommelt hat. Sehr fetzig.
Am Tag danach dann Standards: Weißes Haus, Capitol,

Lincoln Memorial, Washington Memorial und ein Besuch im Museum of American History: Sonderausstellung über amerikanische Schifffahrt im Wandel der Zeit! Muss ich wohl nichts zu sagen. Am letzten Tag dann nochmal Museumstour mit Luft- und Raumfahrtmuseum und Spy-Museum. In letzterem hab ich tatsächlich etwas Heimweh bekommen, da ein Großteil über Spione in Berlin war.
So, und heute dann mit dem Bus zurück nach NYC und von da mit dem Flieger nach Chicago. Habe gerade im Terminal gedacht, dass ich wirklich gerne joggen gehen würde, dass es aber wohl etwas unverschämt wäre, wenn ich einfach direkt wieder bei meinem CS-Host abhaue, um zu joggen. Habe ihm dann ne SMS geschrieben, dass ich gelandet bin und auf dem Weg zu seiner Wohnung. Seine Antwort war: "See you in a bit. Would you be up for a jog, when you get here?". Tja, wenn es erstmal läuft, dann läuft es halt.
Bis dann
Jonas
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